Patient beim Hausarzt zunächst immer an der richtigen Adresse

Angesichts der jüngsten Diskussionen um die richtige Steuerung der Patienten durch das Gesundheitssystem erklärt Dr. Karin Harre, Vorsitzende des Hausärzteverbandes Brandenburg: „Unser Gesundheitssystem kann den wachsenden Ansprüchen nicht mehr gerecht werden, wenn Patienten unkoordiniert auf Terminsuche beim Facharzt gehen oder sogar bei Lappalien im Krankenhaus aufschlagen.“

Harre begrüßt darum den einstimmigen Beschluss der ärztlichen Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburgs, der die Patientenkoordination durch geregelte Mechanismen der Überweisung zwischen Ärzten verbessern soll.

Ärzteschaft und Krankenkassen müssten dafür sorgen, dass Patienten die richtigen Wege einer Behandlung kennen und die Einhaltung sich auch lohnen würde, sagt die Vorsitzende des Hausärzteverbandes.

Grundsätzlich sei der Hausarzt immer ein guter erster Ansprechpartner bei Beschwerden, die nicht auf einen Notfall hindeuten, so Harre. Eine große Bandbreite von Krankheiten könnte direkt und ganzheitlich erkannt und behandelt werden. In anderen Fällen sei dann die Überweisung an einen spezialisierten Facharzt vorgesehen.

Der Patient müsse dieses Vorgehen aber auch kennen und verinnerlicht haben. Dazu soll der Beschluss der Kassenärztlichen Vereinigung beitragen, der zeitnahe Terminvergabe des Facharztes bei vorliegender Überweisung von Haus- oder Facharzt vorsieht.