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Zum aktuellen Impfgeschehen erklärt die Vorsitzende des Hausärzteverbandes Brandenburg, Dr. Karin Harre:

„Die Pandemie hat rasant wieder an Fahrt aufgenommen. Besonders betroffen sind die Ungeimpften, so dass die ganze Gesellschaft aufgerufen ist, diese Menschen von einer Impfung zu überzeugen!

Für die Auffrisch-Impfung stehen die Vertragsarztpraxen zur Verfügung. Nach Meinung des Hausärzteverbandes Brandenburg sollten entsprechend der STIKO-Empfehlung vor allem die Älteren und gefährdete Patienten berücksichtigt werden. In der Regel sind das die Menschen, die ohnehin mit ihrer Hausarztpraxis im Kontakt stehen und dort Termine erhalten.

Vordringlich an der Reihe sind:
• Alle Personen über 70
• Alle Personen mit relevanter Immunschwäche
• Alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen (auch zum Beispiel die Reinigungskräfte)
• Alle mit Johnson&Johnson (Jansen)-Impfstoff geimpfte.

Es ist voraussichtlich genügend Impfstoff da, um nach und nach alle Patienten zu impfen – wenn auch nicht alle gleichzeitig und sofort.

Die Arbeits­belastung in den Praxen ist extrem hoch, es müssen wie in den Krankenhäusern viele Routineuntersuchungen ausfallen. Deshalb fordern wir an dieser Stelle ausdrücklich von der Politik: Verlangsamung des Tempos bei der Digitalisierung, wir können im laufenden Hochbetrieb nicht noch unsere Praxiscomputer umstellen. Der Schutz der Patienten vor der Epidemie ist sicher wichtiger als die elektronische Versendung der Krankschreibungen, zu denen uns Herr Spahn ab 01.01.2022 zwingen will. Deshalb: alle Kraft jetzt beim Impfen einsetzen und Verschiebung des Bürokratiemonsters auf den Sommer 2022!“