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Erster bundesweiter Tag der Hausarztmedizin:
„Rolle der hausärztlichen Praxen muss gestärkt und gewürdigt werden“

Mit einem ersten „Tag der Hausarztmedizin“ am 8. Mai machen Hausärztinnen- und Hausärzteverbände bundesweit auf den zentralen Stellenwert aufmerksam, den die Hausärztinnen und Hausärzte und ihre Praxisteams im Gesundheitssystem haben. „Wir und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten mit dem Tag endlich einmal eine öffentliche Würdigung unseres sich stets am Limit bewegenden Einsatzes“, so Dr. Karin Harre, Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Brandenburg.

Der Tag der Hausarztmedizin soll aber auch die zunehmend kritischer werdende hausärztliche Versorgungsituation beleuchten.

„Wir kämpfen aktuell mit Nachwuchsproblemen für die Praxen, sowohl was den ärztlichen Nachwuchs als auch den Nachwuchs für die medizinischen Fachangestellten betrifft. Und mit über Jahrzehnte schlecht gemachter Digitalisierung, die erheblichen Aufwand erfordert und bei der es häufig zu Systemabstürzen kommt. Hinzu kommt die oft unsinnige Bürokratie, die wir neben und nach der eigentlichen Patientenversorgung bewältigen müssen. Und natürlich die Kostenexplosion, die wohl alle spüren und die in dem für uns niedergelassenen Ärzte festgelegten Honorar bisher nicht berücksichtigt wurde“, sagt Dr. Karin Harre.

„Zum Glück erhalten wir aber viel Wertschätzung von unseren Patienten, die diese Probleme ja hautnah miterleben. Und der Tag der Hausarztmedizin lenkt den Blick zudem auf zukunftssichere Versorgungskonzepte, in denen die hausärztliche Rolle als Primärversorger gestärkt wird“, erklärt Harre.

Es gebe funktionierende Konzepte wie etwa eine Hausarztzentrierte Versorgung, bei der Patient und Arzt sich stärker aneinanderbinden und so Verlässlichkeit in die Versorgung komme. „Wenn es gelingt, die Patientenversorgung durch solche koordinierenden Maßnahmen in geordnetere Bahnen zu lenken, können wir viele an immer mehr Orten auftretende Probleme wie den Nachwuchsmangel, lange Wartezeiten und Terminschwierigkeiten abmildern“, so Harre.

Informationen auch für Ärztinnen und Ärzte zu dem Aktionstag gibt es unter www.tag-der-hausarztmedizin.de