Laborreform, Datenschutz, Nachwuchsförderung: Delegiertenversammlung des Hausärzteverbandes Brandenburg diskutiert aktuelle Themen

Die Delegiertenversammlung des Hausärzteverbandes Brandenburg hat die aktuellen Herausforderungen für die Hausärzte im Land Brandenburg diskutiert.

Besonderes Augenmerk lag auf der anstehenden Laborreform. Ab dem ersten April ist ein bewussterer Umgang mit Laboranforderungen notwendig. Auch bei den Gebietsärzten müsse das Bewusstsein für die neue Situation geschärft werden. Eine hilfreiche Handreichung steht auf der Internetseite des Hausärzteverbandes Brandenburg zur Verfügung.

Die ab Mai geltende EU-Datenschutzverordnung hat auch auf Arztpraxen große Auswirkung. Der Umgang mit persönlichen Daten wird künftig deutlich sensibler bewertet, Gemeinschaftspraxen und Praxen ab neun datenverarbeitenden Mitarbeitern werden wahrscheinlich Datenschutzbeauftragte vorweisen müssen. Die Delegiertenversammlung kam zu dem Schluss, dass es zum jetzigen Zeitpunkt wichtig ist, erstmal keine Verträge zu unterschreiben. Sowohl Bundesärztekammer als auch Kassenärztliche Bundesvereinigung arbeiten an Angeboten für die Ärzteschaft und werden entsprechend darüber informieren.

Weiteres Thema der Delegiertenversammlung war die Sicherstellung des hausärztlichen Nachwuchses im Land Brandenburg. Zwar präsentierte KV-Vorstandsmitglied Andreas Schwark Zahlen, die keine akute Notsituation für die hausärztliche Versorgung darstellten. Einig waren sich die Delegierten jedoch darüber, dass alle bisherigen Anstrengungen fortgeführt werden müssten.

Wichtiger Baustein dafür ist auch die Arbeit der Medizinischen Hochschule Brandenburg. Für die Studierenden müsse das Fach Allgemeinmedizin noch stärker wahrnehmbar sein, so die Hausärzteverbandsvorsitzende Karin Harre.

Auch auf der Tagesordnung stand die Entlastung des Vorstandes für das Haushaltsjahr 2017.